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Samstag, 21. März 2020
Alte Herren auf Borneo und brennende Autos auf Java - Teil I
Spiele: Zon Pekan – Zon Ulu Sugut, Zon Tengah – Zon Utara
08.10. – Reichlich Zeit und trotzdem wurde ich hektisch und hektischer als mitten im morgendlichen Berufsverkehr gar nichts mehr ging. Also die Liebste an die Hand genommen, den Rucksack aus dem Kofferraum geschnappt und dem verdutzten Schwiegervater noch ein Dank zurückgerufen, fanden wir uns auf einer sechsspurigen Straße in Berlin wieder und wechselten kurze Zeit später auf die Gleise. Der Rest der Anreise verlief dann weniger aufregend. Scoot Airlines brachte uns ohne Verpflegung und Unterhaltung innerhalb von 12h nach Singapur. Damit wir dennoch nicht verhungerten und uns zu Tode langweilten, hatten wir ein Überlebens- und Unterhaltungspaket im Rucksack, welches wahrscheinlich auch eine achtköpfige Familie ohne Geschrei über die Zeit geholfen hätte.
Donnerstag, 20. Februar 2020
Babelsberg 03 – Chemie Leipzig
02.02., Regionalliga Nordost, Karl-Liebknecht-Stadion
Besang die Nordkurve der Babelsberger früher regelmäßig bei regnerischen Spielen das „Babelsberger Wetter“, fuhr ich dem heutigen Abstiegskrimi bei genau solchem entgegen. Wobei die sportliche Relevanz nach der kurzfristigen Verpflichtung von Daniel Frahn schnell in den Hintergrund rückte. Frahn, kaum ein mittelprächtiger Fußballspieler sorgte in seiner Karriere wohl für so viel Pressefurore wie er. Dabei blieben neben positiver (Babelsberg 03) und negativer (Cottaweg vs. Lok Leipzig, Aushängeschild selbigen Vereins) allen voran die Meldungen aus dem Jahr 2019 vieler im Kopf, als er mittel T-Shirt an einen verstobenen Neo-Nazi gedachte und er wenige Monate später im Gästeblock neben einen ebenfalls rechtsradikalen Anhänger abgelichtet wurde. Es folgte eine fristlose Kündigung und filmreife Schlammschlacht, die weniger rechte Tendenzen bei Daniel Frahn, als vielmehr beim Chemnitzer FC offerierte. Nun also zurück in der Filmstadt, bei einer Fanszene und einen Verein, die sich zusammen wie kein zweiter Verein in Ostdeutschland gegen Diskriminierung und Ausgrenzung einsetzen.
Montag, 17. Februar 2020
Juve Stabia – Empoli FC
18.01., Serie B, Stadio Romeo Menti
Nach einer kurzen und dennoch umso besseren Nacht weckte mich der penetrante Weckruf des Handys. Ein erster Blick aus dem Fenster offerierte nicht das erhoffte Bild von einem strahlend blauen Himmel über Napoli, sondern eine schier unendliche Wolkendecke, aus der es zu allem Überfluss noch reichlich regnete. Dennoch hielten wir an unserem reichlich abwechslungsreichen Plan fest. Der unterschied sich zwar ab dem Mittag bei fast allen Begleitern, aber zumindest der erste Anlaufpunkt war bei allen identisch: Vesuv.
Nach einer kurzen und dennoch umso besseren Nacht weckte mich der penetrante Weckruf des Handys. Ein erster Blick aus dem Fenster offerierte nicht das erhoffte Bild von einem strahlend blauen Himmel über Napoli, sondern eine schier unendliche Wolkendecke, aus der es zu allem Überfluss noch reichlich regnete. Dennoch hielten wir an unserem reichlich abwechslungsreichen Plan fest. Der unterschied sich zwar ab dem Mittag bei fast allen Begleitern, aber zumindest der erste Anlaufpunkt war bei allen identisch: Vesuv.
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Freitag, 3. Januar 2020
Sizilien zum Jahresausklang
Spiele: Palermo Calcio Popolare - Città Di Petralia Soprana, Sancataldese Calcio – USD Pro Favara
Was für ein Chaos, bevor ich überhaupt das chaotische Sizilien erreichte. Zuerst werden die Flüge meiner zwei Begleiter um eine Woche verschoben, ehe sie immerhin eine Umbuchung ab Krakow aushandeln können. Dann erreicht uns die Info, dass die Serie C aussetzt und unseren fixen Fahrplan somit zu Nichte machte. Damit nicht genug, melden sich um 10 Uhr meine zwei Kumpels und berichten, dass sie nach vier Stunden immer noch auf deutschen Boden seien und eine pünktliche Ankunft in Krakow nicht mehr möglich sei und daher den ukrainischen Bauarbeiter-Express-Neuner entsprangen und ihr Ausflug in der Regionalbahn nach Cottbus sein jähes Ende fand. Mein Arbeitstag hatte von nun an nicht mehr viel mit meinem Beschäftigungsgrund zu tun. Polen, Deutschland, Italien oder ein Wochenende mit Frau und Hund? Überlegungen, Planungen, Gewissensbisse… am Ende gewann die Vernunft, schließlich war der Flug und die erste Nacht schon bezahlt.
Was für ein Chaos, bevor ich überhaupt das chaotische Sizilien erreichte. Zuerst werden die Flüge meiner zwei Begleiter um eine Woche verschoben, ehe sie immerhin eine Umbuchung ab Krakow aushandeln können. Dann erreicht uns die Info, dass die Serie C aussetzt und unseren fixen Fahrplan somit zu Nichte machte. Damit nicht genug, melden sich um 10 Uhr meine zwei Kumpels und berichten, dass sie nach vier Stunden immer noch auf deutschen Boden seien und eine pünktliche Ankunft in Krakow nicht mehr möglich sei und daher den ukrainischen Bauarbeiter-Express-Neuner entsprangen und ihr Ausflug in der Regionalbahn nach Cottbus sein jähes Ende fand. Mein Arbeitstag hatte von nun an nicht mehr viel mit meinem Beschäftigungsgrund zu tun. Polen, Deutschland, Italien oder ein Wochenende mit Frau und Hund? Überlegungen, Planungen, Gewissensbisse… am Ende gewann die Vernunft, schließlich war der Flug und die erste Nacht schon bezahlt.
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Donnerstag, 2. Januar 2020
FSV Zwickau – Waldhof Mannheim
14.12., 3. Liga, Stadion Zwickau
Früh fiel mir die Paarung beim durchstöbern der Spielpläne auf. Später kam noch die Info, dass die Gäste per Sonderzug anreisen würden und noch ein paar Tage danach terminierte der Verband das Club-Spiel an jenem Wochenende auf den Sonntag. Passte also. Die Frau segnete ebenfalls den Plan ab und das ruhige WE in Leipzig war somit eigentlich gleich ganz gut voll. Schön so.
Früh fiel mir die Paarung beim durchstöbern der Spielpläne auf. Später kam noch die Info, dass die Gäste per Sonderzug anreisen würden und noch ein paar Tage danach terminierte der Verband das Club-Spiel an jenem Wochenende auf den Sonntag. Passte also. Die Frau segnete ebenfalls den Plan ab und das ruhige WE in Leipzig war somit eigentlich gleich ganz gut voll. Schön so.
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Mittwoch, 1. Januar 2020
VfL Wolfsburg – AS Saint-Étienne
12.12., Uefa-Cup, XYZ-Arena
Mit der Auslosung stand eigentlich fest: jup, das Spiel nehme ich mit. Hauptgrund waren natürlich die Gäste, keine Frage. Lange hatte ich die französischen Szenen mit Nichtachtung gestraft. Das änderte sich mit letztjährigem Urlaub und den dortigen Spielbesuchen. Schiele ich nun doch immer wieder via Internet über die Grenze im Westen und überblättere in den verschiedenen Heften nicht gleich die Seiten, wenn es dort um Paris, Bordeaux, Marseille oder eben Saint-Étienne geht. Gerade letztere sorgen eigentlich in unregelmäßigen Abständen für großes Aufsehen. Sei es durch Choreos oder kreative Proteste, die auch mal in verschlossene Stadien führen.
Mit der Auslosung stand eigentlich fest: jup, das Spiel nehme ich mit. Hauptgrund waren natürlich die Gäste, keine Frage. Lange hatte ich die französischen Szenen mit Nichtachtung gestraft. Das änderte sich mit letztjährigem Urlaub und den dortigen Spielbesuchen. Schiele ich nun doch immer wieder via Internet über die Grenze im Westen und überblättere in den verschiedenen Heften nicht gleich die Seiten, wenn es dort um Paris, Bordeaux, Marseille oder eben Saint-Étienne geht. Gerade letztere sorgen eigentlich in unregelmäßigen Abständen für großes Aufsehen. Sei es durch Choreos oder kreative Proteste, die auch mal in verschlossene Stadien führen.
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Donnerstag, 26. Dezember 2019
Berliner AK – Babelsberg 03
03
08.08., Regionalliga-Nordost, Poststadion
Die Entscheidung bei hochsommerlichem Wetter war keine leichte, letztendlich machte die o.g. Partie aber doch das Rennen gegen den Strand im Babelsberger Park. Eine Mitfahrgelegenheit fuhr meinem Kumpel und mir fast über die Füße, wodurch die Anfahrt auch geklärt war. So saßen wir keine drei Minuten nach unserem Treffen ohne wirklichen Plan im Auto in Richtung Berlin. Schön, stressfrei ein feierabendlicher Kick in einem der ansehnlichsten Stadien der Liga und mit ein paar Gästen war ebenfalls zu rechnen.
Die Entscheidung bei hochsommerlichem Wetter war keine leichte, letztendlich machte die o.g. Partie aber doch das Rennen gegen den Strand im Babelsberger Park. Eine Mitfahrgelegenheit fuhr meinem Kumpel und mir fast über die Füße, wodurch die Anfahrt auch geklärt war. So saßen wir keine drei Minuten nach unserem Treffen ohne wirklichen Plan im Auto in Richtung Berlin. Schön, stressfrei ein feierabendlicher Kick in einem der ansehnlichsten Stadien der Liga und mit ein paar Gästen war ebenfalls zu rechnen.
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Mittwoch, 25. Dezember 2019
AZ Picerno – SSC Bari
28.09., Serie C Girone C, Stadio Comunale Alfredo Viviani
Die Blechlawine um das Stadion sorgte für kurzfristige Anspannung. Mit einem überraschend guten Parkplatz verflog diese jedoch schnell wieder. Lockeren Schrittes wackelten wir, vorbei an 20 grimmig schauenden Ultras Potenza, zum Eingang, der Umweg über eine Bar musste nicht sein, aber wir hatten Zeit. Was sollten sich bei zuletzt kaum 400 Zuschauern schon für Schlangen bilden? Am Ende hatten wir zwar zwei Bier in der Hand, aber auch eine elend lange Schlange vor uns. Den Anpfiff schon abgehakt, war das Glück auf unserer Seite, es öffnete sich ein weiteres Tor. Kinder und Sachsen zuerst! Mit fragwürdigem Einsatz unserseits fanden wir uns ganz vorne wieder und liefen mit den Spielern ins Stadion ein. Und was erblickten unsere Augen dort? Nein, kein Pyro, gute aufgelegte Kurven oder so ein Quark… Panzerotti! Geil. Gut gestärkte konnten wir das Spiel nun auf uns wirken lassen.
Die Blechlawine um das Stadion sorgte für kurzfristige Anspannung. Mit einem überraschend guten Parkplatz verflog diese jedoch schnell wieder. Lockeren Schrittes wackelten wir, vorbei an 20 grimmig schauenden Ultras Potenza, zum Eingang, der Umweg über eine Bar musste nicht sein, aber wir hatten Zeit. Was sollten sich bei zuletzt kaum 400 Zuschauern schon für Schlangen bilden? Am Ende hatten wir zwar zwei Bier in der Hand, aber auch eine elend lange Schlange vor uns. Den Anpfiff schon abgehakt, war das Glück auf unserer Seite, es öffnete sich ein weiteres Tor. Kinder und Sachsen zuerst! Mit fragwürdigem Einsatz unserseits fanden wir uns ganz vorne wieder und liefen mit den Spielern ins Stadion ein. Und was erblickten unsere Augen dort? Nein, kein Pyro, gute aufgelegte Kurven oder so ein Quark… Panzerotti! Geil. Gut gestärkte konnten wir das Spiel nun auf uns wirken lassen.
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Tennis Borussia Berlin – Ludwigsfelder FC
04.10., Oberliga-Nordost-Nord, Mommsenstadion
Zur Abwechslung fuhr ich mal wieder mit der S-Bahn zum Mommsenstadion. Überrascht über den großen Andrang ab Bhf. Westkreuz fiel mir noch die Alternativpartie am heutigen Tag ein: Hertha – Düsseldorf. So stiegen eine Station weiter auch nur die wenigstens Fahrgäste aus und das Bild an diesem nasskalten und dunklen Freitag ähnelte eben den Bilder der letzten Jahre. Trotz erfolgreichem Saisonstart verloren sich nur 493 Seelen im Stadion. Aufgrund des schlechten Wetters öffnete der Verein die Tribüne für alle Karteninhaber. Somit fanden sich auch die beiden Fangruppen unterm Dach wieder. Wie erwartet, brannte jedoch weder die eine noch die andere Seite ein Feuerwerk ab. Nichtsdestotrotz gab es in unregelmäßigen Abständen immer mal einen Schlachtruf von beiden Seiten. Selbst bei der sich abzeichneten Packung für die Gäste (am Ende 9-0) hauten die Schlachtenbummler (ca. 40) immer wieder etwas raus. Für TeBe geht es also weiterhin steil durch die Liga, bleibt nur die Frage wohin der Weg im Winter geht…
Zur Abwechslung fuhr ich mal wieder mit der S-Bahn zum Mommsenstadion. Überrascht über den großen Andrang ab Bhf. Westkreuz fiel mir noch die Alternativpartie am heutigen Tag ein: Hertha – Düsseldorf. So stiegen eine Station weiter auch nur die wenigstens Fahrgäste aus und das Bild an diesem nasskalten und dunklen Freitag ähnelte eben den Bilder der letzten Jahre. Trotz erfolgreichem Saisonstart verloren sich nur 493 Seelen im Stadion. Aufgrund des schlechten Wetters öffnete der Verein die Tribüne für alle Karteninhaber. Somit fanden sich auch die beiden Fangruppen unterm Dach wieder. Wie erwartet, brannte jedoch weder die eine noch die andere Seite ein Feuerwerk ab. Nichtsdestotrotz gab es in unregelmäßigen Abständen immer mal einen Schlachtruf von beiden Seiten. Selbst bei der sich abzeichneten Packung für die Gäste (am Ende 9-0) hauten die Schlachtenbummler (ca. 40) immer wieder etwas raus. Für TeBe geht es also weiterhin steil durch die Liga, bleibt nur die Frage wohin der Weg im Winter geht…
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Stern Marienfelde – Tennis Borussia Berlin
15.11., Berlin Pokal, An der Dorfkirche
Und wieder einmal sollte es passen: Freitag und TeBe. Mich würde es tatsächlich mal interessieren, ob es einen Verein im (Halb-)Profi-Geschäft in Deutschland gibt, der noch geregeltere Spieltage hat. Die Lila-Weißen tragen schließlich mittlerweile nicht nur ihre Heimspiele am schönsten Tag der Woche aus, sondern auch die Auswärtsspiele (zuletzt Seelow und eben heute). Zu dritt machten wir uns auf die kurze Anfahrt und gerieten erst bei der Parkplatzsuche und später an der Schlange vor den Kassen ins Stocken. Ein pünktliches Eintreffen hatte sich somit erledigt. Neben den Führungstreffer der Hausherren verpassten wir zwei kleine Pyroeinlagen des kleinen Fanblockes. Beides wiederholte sich im weiteren Verlauf des Abends. Abgesehen von einer kurzen Phase in der zweiten Halbzeit hatten die Gäste auf den alten Kunstrasenplatz keine Chance gegen das eingespielte Team aus Marienfelde und verloren am Ende verdient mit 3-1. Nun tut mir eine Niederlage von TeBe ungefähr so sehr weh, wie eine warme Dusche am Morgen aber gegen dieses wirklich unsympathische Team und deren (einmaligen) Anhängern hätte ich mich doch für die Lila-Weißen gefreut. Was sich da um das Spielfeld umher bewegte, erinnerte eher an ein Dorffest in den 90er Jahren als an Berlin. Ganz gruseliges Publikum was sich da neben der Auswechselbank und am Bierstand versammelte. Nach einigen Bier gab es die schon fast erwarteten Pöbeleien, welche auch fix durch rassistisches Äußerungen noch mehr im Niveau sanken. Nach dem Spiel gipfelte die Anfeindungen im Umfeld des Stadions in einen Überfall auf abwandernde TeBe-Anhänger. Letztere waren im Stadion (insgesamt 524 Zuschauer, 150 Gäste) nur durch ihre Zaunfahnen zu lokalisieren und stärkten der Mannschaft somit im schwierigen Spiel leider nicht den Rücken.
Und wieder einmal sollte es passen: Freitag und TeBe. Mich würde es tatsächlich mal interessieren, ob es einen Verein im (Halb-)Profi-Geschäft in Deutschland gibt, der noch geregeltere Spieltage hat. Die Lila-Weißen tragen schließlich mittlerweile nicht nur ihre Heimspiele am schönsten Tag der Woche aus, sondern auch die Auswärtsspiele (zuletzt Seelow und eben heute). Zu dritt machten wir uns auf die kurze Anfahrt und gerieten erst bei der Parkplatzsuche und später an der Schlange vor den Kassen ins Stocken. Ein pünktliches Eintreffen hatte sich somit erledigt. Neben den Führungstreffer der Hausherren verpassten wir zwei kleine Pyroeinlagen des kleinen Fanblockes. Beides wiederholte sich im weiteren Verlauf des Abends. Abgesehen von einer kurzen Phase in der zweiten Halbzeit hatten die Gäste auf den alten Kunstrasenplatz keine Chance gegen das eingespielte Team aus Marienfelde und verloren am Ende verdient mit 3-1. Nun tut mir eine Niederlage von TeBe ungefähr so sehr weh, wie eine warme Dusche am Morgen aber gegen dieses wirklich unsympathische Team und deren (einmaligen) Anhängern hätte ich mich doch für die Lila-Weißen gefreut. Was sich da um das Spielfeld umher bewegte, erinnerte eher an ein Dorffest in den 90er Jahren als an Berlin. Ganz gruseliges Publikum was sich da neben der Auswechselbank und am Bierstand versammelte. Nach einigen Bier gab es die schon fast erwarteten Pöbeleien, welche auch fix durch rassistisches Äußerungen noch mehr im Niveau sanken. Nach dem Spiel gipfelte die Anfeindungen im Umfeld des Stadions in einen Überfall auf abwandernde TeBe-Anhänger. Letztere waren im Stadion (insgesamt 524 Zuschauer, 150 Gäste) nur durch ihre Zaunfahnen zu lokalisieren und stärkten der Mannschaft somit im schwierigen Spiel leider nicht den Rücken.
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Tennis Borussia Berlin
Babelsberg 03 – BFC Dynamo
08.12., Regionalliga-Nordost, Karl-Liebknecht-Stadion
Ohne Frage, die Ausstrahlungskraft des Spiels hat im Verlauf der letzten Jahre stark abgenommen. Elektrisierte das Spiel vor einiger Zeit noch die beiden Fanszenen aufgrund von teilweiser politischen Differenzen und sorgte für große Mobilisierung in den jeweiligen Reihen, war davon bei vergangenen Aufeinandertreffen nur noch wenig zu hören. Einzig die jüngeren Anhänger des Berliner Fußballsclubs überraschten sowohl Heimfans als auch Cops, als sie unbemerkt mittels Straßenbahn bis vorm Babelsberger Fanprojekt fuhren. Dieses Schauspiel wiederholte sich am heutigen Tag und 50 junge Dynamos konnten auch diesmal wieder ohne die Grünen bis ins Herz von Babelsberg eindringen. Passieren tat im Zuge dessen nichts weiter, dennoch zogen die Cops reichlich Kräfte zusammen und begleiteten den schwarzen North-Face-Haufen bis zum Gästeblock. Auf dem Weg zum Stadion überraschte hingegen die Polizei, die auch am 2. Advent keine Mühen scheute und ihr ganzes Inventar zur schau stellte (u.a. Pferde, zwei WaWe, Hamburgergitter). Kostet ja nüscht! Außerdem hinterfragt solche Einsätze kaum noch einer und wenn doch, dann kommt die Märchenstunde der Gewerkschaft der Polizei und zieht sich Statistiken und Zahlen aus den Fingern und drückt noch auf die Tränendrüsen.
Ohne Frage, die Ausstrahlungskraft des Spiels hat im Verlauf der letzten Jahre stark abgenommen. Elektrisierte das Spiel vor einiger Zeit noch die beiden Fanszenen aufgrund von teilweiser politischen Differenzen und sorgte für große Mobilisierung in den jeweiligen Reihen, war davon bei vergangenen Aufeinandertreffen nur noch wenig zu hören. Einzig die jüngeren Anhänger des Berliner Fußballsclubs überraschten sowohl Heimfans als auch Cops, als sie unbemerkt mittels Straßenbahn bis vorm Babelsberger Fanprojekt fuhren. Dieses Schauspiel wiederholte sich am heutigen Tag und 50 junge Dynamos konnten auch diesmal wieder ohne die Grünen bis ins Herz von Babelsberg eindringen. Passieren tat im Zuge dessen nichts weiter, dennoch zogen die Cops reichlich Kräfte zusammen und begleiteten den schwarzen North-Face-Haufen bis zum Gästeblock. Auf dem Weg zum Stadion überraschte hingegen die Polizei, die auch am 2. Advent keine Mühen scheute und ihr ganzes Inventar zur schau stellte (u.a. Pferde, zwei WaWe, Hamburgergitter). Kostet ja nüscht! Außerdem hinterfragt solche Einsätze kaum noch einer und wenn doch, dann kommt die Märchenstunde der Gewerkschaft der Polizei und zieht sich Statistiken und Zahlen aus den Fingern und drückt noch auf die Tränendrüsen.
Samstag, 21. September 2019
Babelsberg 03 – Wacker Nordhausen
11.09., Regionalliga Nordost, Karl-Liebknecht-Stadion
Was für ein straffes Programm in Babelsberg, keine 25 Minuten vor dem Anpfiff: Hefte eingesammelt, halbes Bier hintergeschüttet, Zugangsberechtigung ausgeliehen, türkische Pizza verschlungen und dabei versucht, das Fahrrad zu lenken. Alle Eile und Hektik half am Ende nichts und ich steuerte mit leichter Verspätung die Treppen hinauf.
Was für ein straffes Programm in Babelsberg, keine 25 Minuten vor dem Anpfiff: Hefte eingesammelt, halbes Bier hintergeschüttet, Zugangsberechtigung ausgeliehen, türkische Pizza verschlungen und dabei versucht, das Fahrrad zu lenken. Alle Eile und Hektik half am Ende nichts und ich steuerte mit leichter Verspätung die Treppen hinauf.
Sonntag, 8. September 2019
1. FC Magdeburg – TSV 1860 München
24.08., 3. Liga, Heinz-Krügel-Stadion
Die Sechziger gehören zu den Szenen, die ich in meinen ganzen Jahren noch nicht ein einziges Mal betrachten konnte. Somit stand bei der Terminierung des Spielplanes schnell fest, den Kick lasse ich mir nicht nehmen. Eine Karte gab es problemlos über einen Bekannten (Danke). In den Wochen vor dem Spiel nahm ich wohlwollend zur Kenntnis, dass die Ossi-Hasser aus München per Sonderzug anreisen und die Ultras aus dem Block U das 10-Jährige vom Heinz-Krügel-Stadion feiern würden. Für einen interessanten Rahmen sollte demnach gesorgt sein.
Die Sechziger gehören zu den Szenen, die ich in meinen ganzen Jahren noch nicht ein einziges Mal betrachten konnte. Somit stand bei der Terminierung des Spielplanes schnell fest, den Kick lasse ich mir nicht nehmen. Eine Karte gab es problemlos über einen Bekannten (Danke). In den Wochen vor dem Spiel nahm ich wohlwollend zur Kenntnis, dass die Ossi-Hasser aus München per Sonderzug anreisen und die Ultras aus dem Block U das 10-Jährige vom Heinz-Krügel-Stadion feiern würden. Für einen interessanten Rahmen sollte demnach gesorgt sein.
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Mittwoch, 21. August 2019
Derby in Niederschlesien
Spiele: TS Przylep - Dąb Przybyszów, Miedź Legnica - Chrobry Głogów
Unsere ereignisarme Anfahrt nach Zielona Góra wurde kurz vor Frankfurt unterbrochen. Ein gestikulierender Mann machte auf dem Standstreifen auf sich aufmerksam. Anstatt wie die anderen Autos vorbei zu rasen, warf ich den Anker und hielt an. Sein Sprit war alle. Also zumindest der vom Auto. Fix die nächste Tanke lokalisiert und unseren Freund mit dem frisch gezapften (teuren) Benzin wieder ausgesetzt. „Thank you, you save my life.“ - „immer wieder gerne, aber nimm mal einen Kaugummi zu dir, deine Fahne kommt bei der deutschen Polizei nicht so gut an“. Ein paar Kilometer weiter übersahen sich zwei 40-Tonner auf einer übersichtlichen Kreuzung und blockierten diese nun für die nächsten Stunden. Auch hier muss wohl mindestens einmal Alkohol im Spiel gewesen sein. Anders kann so ein Unfall von zwei Riesen nicht zustande kommen. Wir hatten Glück und unsere Abbiegespur war als einzige nicht betroffen. So fuhren wir weiter über die Dörfer zum ersten Spiel und erreichten mit minimaler Verspätung:
Unsere ereignisarme Anfahrt nach Zielona Góra wurde kurz vor Frankfurt unterbrochen. Ein gestikulierender Mann machte auf dem Standstreifen auf sich aufmerksam. Anstatt wie die anderen Autos vorbei zu rasen, warf ich den Anker und hielt an. Sein Sprit war alle. Also zumindest der vom Auto. Fix die nächste Tanke lokalisiert und unseren Freund mit dem frisch gezapften (teuren) Benzin wieder ausgesetzt. „Thank you, you save my life.“ - „immer wieder gerne, aber nimm mal einen Kaugummi zu dir, deine Fahne kommt bei der deutschen Polizei nicht so gut an“. Ein paar Kilometer weiter übersahen sich zwei 40-Tonner auf einer übersichtlichen Kreuzung und blockierten diese nun für die nächsten Stunden. Auch hier muss wohl mindestens einmal Alkohol im Spiel gewesen sein. Anders kann so ein Unfall von zwei Riesen nicht zustande kommen. Wir hatten Glück und unsere Abbiegespur war als einzige nicht betroffen. So fuhren wir weiter über die Dörfer zum ersten Spiel und erreichten mit minimaler Verspätung:
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Samstag, 3. August 2019
Hallescher FC – Hansa Rostock
27.07.,
3. Liga, Kurt-Wabbel-Stadion
Zu
viert machten wir uns auf die kurze Überfahrt nach Halle. Dank ungewohnter Zusammensetzung gab es einige alte Geschichten aus den
Zeiten, als Lok noch VfB hieß und die Bullen zwar Schweine waren,
aber wenigstens nicht so weichgespülte Bastarde wie heute. Nun ja,
die Zeit lässt sich bekanntlich nicht zurück stellen und alles war
damals sicher nicht gut. Aber das gehört nicht in diese Zeilen.
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