02.02., Regionalliga Nordost, Karl-Liebknecht-Stadion
Besang die Nordkurve der Babelsberger früher regelmäßig bei regnerischen Spielen das „Babelsberger Wetter“, fuhr ich dem heutigen Abstiegskrimi bei genau solchem entgegen. Wobei die sportliche Relevanz nach der kurzfristigen Verpflichtung von Daniel Frahn schnell in den Hintergrund rückte. Frahn, kaum ein mittelprächtiger Fußballspieler sorgte in seiner Karriere wohl für so viel Pressefurore wie er. Dabei blieben neben positiver (Babelsberg 03) und negativer (Cottaweg vs. Lok Leipzig, Aushängeschild selbigen Vereins) allen voran die Meldungen aus dem Jahr 2019 vieler im Kopf, als er mittel T-Shirt an einen verstobenen Neo-Nazi gedachte und er wenige Monate später im Gästeblock neben einen ebenfalls rechtsradikalen Anhänger abgelichtet wurde. Es folgte eine fristlose Kündigung und filmreife Schlammschlacht, die weniger rechte Tendenzen bei Daniel Frahn, als vielmehr beim Chemnitzer FC offerierte. Nun also zurück in der Filmstadt, bei einer Fanszene und einen Verein, die sich zusammen wie kein zweiter Verein in Ostdeutschland gegen Diskriminierung und Ausgrenzung einsetzen.