Samstag, 21. März 2020
Alte Herren auf Borneo und brennende Autos auf Java - Teil I
Spiele: Zon Pekan – Zon Ulu Sugut, Zon Tengah – Zon Utara
08.10. – Reichlich Zeit und trotzdem wurde ich hektisch und hektischer als mitten im morgendlichen Berufsverkehr gar nichts mehr ging. Also die Liebste an die Hand genommen, den Rucksack aus dem Kofferraum geschnappt und dem verdutzten Schwiegervater noch ein Dank zurückgerufen, fanden wir uns auf einer sechsspurigen Straße in Berlin wieder und wechselten kurze Zeit später auf die Gleise. Der Rest der Anreise verlief dann weniger aufregend. Scoot Airlines brachte uns ohne Verpflegung und Unterhaltung innerhalb von 12h nach Singapur. Damit wir dennoch nicht verhungerten und uns zu Tode langweilten, hatten wir ein Überlebens- und Unterhaltungspaket im Rucksack, welches wahrscheinlich auch eine achtköpfige Familie ohne Geschrei über die Zeit geholfen hätte.
Freitag, 6. März 2020
Babelsberg 03 – Chemnitzer FC
04.08., Regionalliga Nordost, Karl-Liebknecht-Stadion
Keine Frage, ein Spiel was Unterhaltung versprach. Weniger wegen des sportlichen Kräftemessens auf dem Rasen, sondern viel mehr wegen der zu erwartenden Freakshow im Gästeblock. Popcorn und Cola hätten auf der Tribüne bei den Schaulustigen aus Nah und Fern sicher ihre Abnehmer gefunden. Dabei begann der Tag für Teile der Chemnitzer, bzw. dessen Freunde aus Cottbus, schon deutlich früher. Rund zwei Dutzend von ihnen schafften es mittels Autos direkt nach Babelsberg und wollten per Fuß den restlichen Weg zum Stadion zurücklegen. Die Zivis machten den Mob jedoch schnell ausfindig und die zugerufenen Kollegen beendeten den Spaziergang fix. Im Stadion nahm der (vermutlich) gleiche Personenkreis abseits von Ultras Chemnitz und Co. Platz, provozierte mit einer Schwarz-Weiß-Roten-Fahne und verließ zur Halbzeit (lt. Gerüchteküche auf Drängen von UC) das Stadion. Der Fahne am Zaun und den roten Shirts nach zu urteilen, handelte es sich wohl zum größten Teil um Cottbuser.
Keine Frage, ein Spiel was Unterhaltung versprach. Weniger wegen des sportlichen Kräftemessens auf dem Rasen, sondern viel mehr wegen der zu erwartenden Freakshow im Gästeblock. Popcorn und Cola hätten auf der Tribüne bei den Schaulustigen aus Nah und Fern sicher ihre Abnehmer gefunden. Dabei begann der Tag für Teile der Chemnitzer, bzw. dessen Freunde aus Cottbus, schon deutlich früher. Rund zwei Dutzend von ihnen schafften es mittels Autos direkt nach Babelsberg und wollten per Fuß den restlichen Weg zum Stadion zurücklegen. Die Zivis machten den Mob jedoch schnell ausfindig und die zugerufenen Kollegen beendeten den Spaziergang fix. Im Stadion nahm der (vermutlich) gleiche Personenkreis abseits von Ultras Chemnitz und Co. Platz, provozierte mit einer Schwarz-Weiß-Roten-Fahne und verließ zur Halbzeit (lt. Gerüchteküche auf Drängen von UC) das Stadion. Der Fahne am Zaun und den roten Shirts nach zu urteilen, handelte es sich wohl zum größten Teil um Cottbuser.
Dienstag, 25. Februar 2020
Energie Cottbus – Hansa Rostock
29.07., 3. Liga, Stadion der Freundschaft
Das Feuer der ersten Paarungen zwischen Cottbus und Rostock ist - gerade bei Letzteren - fast gänzlich erloschen. So stellte ich auch mit dem Blick auf meine spärlichen Notizen vom Tag fest, dass von diesem Spiel trotz Gedankenstütze nur wenig hängegeblieben ist. Im Gästeblock konnte ich einen „Anti Cottbus“-Schal erspähen, der zum Auftritt der Rostocker gehörte, als auf den Traversen des Stadions noch Bäume wuchsen. Damals war ich mit meinem Papa hier und die Abneigung des Cottbuser-Anhangs gegen jeden Spieler, Fan, Betreuer oder einfachen Sympathisant der Rostocker war für mich eine ganz neue Welt.
Das Feuer der ersten Paarungen zwischen Cottbus und Rostock ist - gerade bei Letzteren - fast gänzlich erloschen. So stellte ich auch mit dem Blick auf meine spärlichen Notizen vom Tag fest, dass von diesem Spiel trotz Gedankenstütze nur wenig hängegeblieben ist. Im Gästeblock konnte ich einen „Anti Cottbus“-Schal erspähen, der zum Auftritt der Rostocker gehörte, als auf den Traversen des Stadions noch Bäume wuchsen. Damals war ich mit meinem Papa hier und die Abneigung des Cottbuser-Anhangs gegen jeden Spieler, Fan, Betreuer oder einfachen Sympathisant der Rostocker war für mich eine ganz neue Welt.
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Saison 18/19
Sonntag, 23. Februar 2020
Carina Gubin - Promień Żary
16.06., Klasa okręgowa grupa: Zielona Góra, Stadion Miejski Gubin
Promień Żary gehörte sicherlich nicht zu den Top-Adressen in Polen und dennoch musste ich beim Verfassen dieser Zeilen feststellen, dass die Begegnung im Sommer vor 1,5 Jahren mein drittes Rendezvous mit eben jenen war. Ausschlaggebend für die Anziehungskraft des kleinen Vereins war mein Besuch beim Spiel gegen Falubaz im November 2015. Seitdem schiele ich immer mal wieder zu Ihnen rüber. In Gubin ging es am letzten Spieltag um nichts weiter als den Aufstieg im direkten Duell. Żary und auch ihre Freunde aus Legnica mobilisierten frühzeitig in ihren Städten, womit das Spiel auch ohne potenzielle Mitfahrer als Saisonabschluss schnell eingeplant war.
Promień Żary gehörte sicherlich nicht zu den Top-Adressen in Polen und dennoch musste ich beim Verfassen dieser Zeilen feststellen, dass die Begegnung im Sommer vor 1,5 Jahren mein drittes Rendezvous mit eben jenen war. Ausschlaggebend für die Anziehungskraft des kleinen Vereins war mein Besuch beim Spiel gegen Falubaz im November 2015. Seitdem schiele ich immer mal wieder zu Ihnen rüber. In Gubin ging es am letzten Spieltag um nichts weiter als den Aufstieg im direkten Duell. Żary und auch ihre Freunde aus Legnica mobilisierten frühzeitig in ihren Städten, womit das Spiel auch ohne potenzielle Mitfahrer als Saisonabschluss schnell eingeplant war.
Donnerstag, 20. Februar 2020
Babelsberg 03 – Chemie Leipzig
02.02., Regionalliga Nordost, Karl-Liebknecht-Stadion
Besang die Nordkurve der Babelsberger früher regelmäßig bei regnerischen Spielen das „Babelsberger Wetter“, fuhr ich dem heutigen Abstiegskrimi bei genau solchem entgegen. Wobei die sportliche Relevanz nach der kurzfristigen Verpflichtung von Daniel Frahn schnell in den Hintergrund rückte. Frahn, kaum ein mittelprächtiger Fußballspieler sorgte in seiner Karriere wohl für so viel Pressefurore wie er. Dabei blieben neben positiver (Babelsberg 03) und negativer (Cottaweg vs. Lok Leipzig, Aushängeschild selbigen Vereins) allen voran die Meldungen aus dem Jahr 2019 vieler im Kopf, als er mittel T-Shirt an einen verstobenen Neo-Nazi gedachte und er wenige Monate später im Gästeblock neben einen ebenfalls rechtsradikalen Anhänger abgelichtet wurde. Es folgte eine fristlose Kündigung und filmreife Schlammschlacht, die weniger rechte Tendenzen bei Daniel Frahn, als vielmehr beim Chemnitzer FC offerierte. Nun also zurück in der Filmstadt, bei einer Fanszene und einen Verein, die sich zusammen wie kein zweiter Verein in Ostdeutschland gegen Diskriminierung und Ausgrenzung einsetzen.
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