Um 5 Uhr holte mich der Wecker am frühen Samstagmorgen aus der kurzen Nacht und damit nochmal früher als die fünf Tage davor. Es gibt Ereignisse, an denen ich solche Uhrzeiten nicht hinterfrage. Dazu gehören zum einen natürlich die Spiele des eigenen Clubs (Quatsch, als ob es in der Regionalliga so früh losgeht) oder auch Ausflüge, bei denen ich aufgrund der Kurven, den zu erwartenden Riots oder der einmaligen Möglichkeit meisten schon nachts stündlich dem Wecker anstarre, wann es den endlich Zeit ist, aufzustehen. Heute hingegen standen Testspiele in Tschechien auf dem Zettel. Hatte ich in den letzten Jahren mehr und mehr von solchen Unterfangen Abstand genommen, bzw. hieß die Prämisse immer „mindestens ein Spiel mit aktiver Szene auf den Rängen“, sagte ich dank der fußballfreien Zeit in den letzten Monaten sofort zu. So nahm ich, im ungewohnt luxuriösen Gefährt, mit meinem Kissen unterm Arm auf der Rückbank Platz. Fix noch die Nummer vier der Runde eingesammelt, knatterten wir schon am nächsten Autobahnkreuz fälschlicherweise vorbei. Dann kehrte Ruhe ein und wenigstens für ein paar Minuten konnten die Augen noch einmal entspannen.
Donnerstag, 6. August 2020
Drei Testkicks in CZ
Spiele: Slovan Liberec B - SK Slavia Praha B, FK Přepeře – Slovan Liberec, SK Zápy - FK Brandýs n.L.
Montag, 3. August 2020
RSV Eintracht 1949 - Tennis Borussia Berlin
28.07., Testspiel, Sportanlage Heinrich-Zille-Straße
Die Partie schrie geradezu nach einem Besuch. Lag der Sportplatz doch geradezu auf dem Heimweg und versprach, mit den Aufsteigern in die Oberliga (RSV) bzw. Regionalliga (TeBe), ein ansehnliches Spiel. Und das nehme ich vorweg, das wurde es. Zwar deutlich einseitiger als erwartet, am Ende gewannen die Lilaweißen mit 5-0, aber dennoch nicht langweilig. Die Mannschaft von TeBe spielte attraktiven Kurzpass-Fußball und ging nach jedem Ballgewinn sofort auf Angriff. Ja, ich habe heute zur Abwechslung tatsächlich mal etwas mehr auf das Spielfeld geschaut. Am Ende hätte es gar noch höher ausfallen können. Die Gastgeber fielen mit zunehmenden Spielverlauf nur durch Fouls und Rangeleien auf. Weil der Bericht gerade zum echten Spielbericht mutiert, sei jedoch auch gesagt, dass es sich bei der heutigen Startelf um eine B+ Elf handelte. Die Mannschaft, die noch am Wochenende Babelsberg 03 besiegte, wurde reichlich umgestellt. Nun zum eigentlich interessanten: größere Corona-Einschränkungen gab es nicht und noch viel besser es hielten sich fast alle 200 Zuschauer von alleine an die geltenden Abstandsregeln – hätten sich die Besucher am nächsten Tag in Piesteritz mal eine Scheibe abschneiden können! Eintritt wurde verlangt – 5€, happig! Dafür beschwerte sich auch niemand über das mitgebrachte Dosenbier und den Döner. Essen und Trinken gab es aber auch vor Ort. Der reichliche TeBe-Anhang (über 50% der Zuschauer) versammelte sich entsprechend auf den Bänken rund um den Versorgungsstand und plärrte zum Schluss gar mal ein „LilaWeiße“ über den Platz.
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Montag, 27. Juli 2020
Der Ball rollt wieder.
Spiele: Chemie Böhlen – SV Mölkau, TJ Sokol Račice - Sepap Štětí SG
Da war es also auch bei mir soweit: die Corona-Zwangspause wurde für beendet erklärt. Zwei Leckerbissen fand der Fahrer, Autosteller und demzufolge auch Organisator der Runde. Danke dafür an dieser Stelle. Gerade auch, weil der auserkorene Sonntag alles andere als große Auswahl parat hielt. Um 8.30 Uhr ging der wilde Ritt für uns vier los und begann, wie der frühe Abend endete … mit Freibier. Kurz noch über Sinn und Unsinn des heutigen Unterfangen philosophiert, befanden wir uns auf der A9 und zwei Stunden in Böhlen wieder.
Da war es also auch bei mir soweit: die Corona-Zwangspause wurde für beendet erklärt. Zwei Leckerbissen fand der Fahrer, Autosteller und demzufolge auch Organisator der Runde. Danke dafür an dieser Stelle. Gerade auch, weil der auserkorene Sonntag alles andere als große Auswahl parat hielt. Um 8.30 Uhr ging der wilde Ritt für uns vier los und begann, wie der frühe Abend endete … mit Freibier. Kurz noch über Sinn und Unsinn des heutigen Unterfangen philosophiert, befanden wir uns auf der A9 und zwei Stunden in Böhlen wieder.
Samstag, 21. März 2020
Alte Herren auf Borneo und brennende Autos auf Java - Teil I
Spiele: Zon Pekan – Zon Ulu Sugut, Zon Tengah – Zon Utara
08.10. – Reichlich Zeit und trotzdem wurde ich hektisch und hektischer als mitten im morgendlichen Berufsverkehr gar nichts mehr ging. Also die Liebste an die Hand genommen, den Rucksack aus dem Kofferraum geschnappt und dem verdutzten Schwiegervater noch ein Dank zurückgerufen, fanden wir uns auf einer sechsspurigen Straße in Berlin wieder und wechselten kurze Zeit später auf die Gleise. Der Rest der Anreise verlief dann weniger aufregend. Scoot Airlines brachte uns ohne Verpflegung und Unterhaltung innerhalb von 12h nach Singapur. Damit wir dennoch nicht verhungerten und uns zu Tode langweilten, hatten wir ein Überlebens- und Unterhaltungspaket im Rucksack, welches wahrscheinlich auch eine achtköpfige Familie ohne Geschrei über die Zeit geholfen hätte.
Freitag, 6. März 2020
Babelsberg 03 – Chemnitzer FC
04.08., Regionalliga Nordost, Karl-Liebknecht-Stadion
Keine Frage, ein Spiel was Unterhaltung versprach. Weniger wegen des sportlichen Kräftemessens auf dem Rasen, sondern viel mehr wegen der zu erwartenden Freakshow im Gästeblock. Popcorn und Cola hätten auf der Tribüne bei den Schaulustigen aus Nah und Fern sicher ihre Abnehmer gefunden. Dabei begann der Tag für Teile der Chemnitzer, bzw. dessen Freunde aus Cottbus, schon deutlich früher. Rund zwei Dutzend von ihnen schafften es mittels Autos direkt nach Babelsberg und wollten per Fuß den restlichen Weg zum Stadion zurücklegen. Die Zivis machten den Mob jedoch schnell ausfindig und die zugerufenen Kollegen beendeten den Spaziergang fix. Im Stadion nahm der (vermutlich) gleiche Personenkreis abseits von Ultras Chemnitz und Co. Platz, provozierte mit einer Schwarz-Weiß-Roten-Fahne und verließ zur Halbzeit (lt. Gerüchteküche auf Drängen von UC) das Stadion. Der Fahne am Zaun und den roten Shirts nach zu urteilen, handelte es sich wohl zum größten Teil um Cottbuser.
Keine Frage, ein Spiel was Unterhaltung versprach. Weniger wegen des sportlichen Kräftemessens auf dem Rasen, sondern viel mehr wegen der zu erwartenden Freakshow im Gästeblock. Popcorn und Cola hätten auf der Tribüne bei den Schaulustigen aus Nah und Fern sicher ihre Abnehmer gefunden. Dabei begann der Tag für Teile der Chemnitzer, bzw. dessen Freunde aus Cottbus, schon deutlich früher. Rund zwei Dutzend von ihnen schafften es mittels Autos direkt nach Babelsberg und wollten per Fuß den restlichen Weg zum Stadion zurücklegen. Die Zivis machten den Mob jedoch schnell ausfindig und die zugerufenen Kollegen beendeten den Spaziergang fix. Im Stadion nahm der (vermutlich) gleiche Personenkreis abseits von Ultras Chemnitz und Co. Platz, provozierte mit einer Schwarz-Weiß-Roten-Fahne und verließ zur Halbzeit (lt. Gerüchteküche auf Drängen von UC) das Stadion. Der Fahne am Zaun und den roten Shirts nach zu urteilen, handelte es sich wohl zum größten Teil um Cottbuser.
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